Textile Farbobjekte im öffentlichen Raum

Tänzerin im Wind

schwimmendes kinetisches Textilobjekt

Licht, Wind und Wasser wirken ununterbrochen und verändern ständig die Sicht auf das Objekt – auf seine Position, seine Farbigkeit, seine Form, die von der Geschwindigkeit der Rotation abhängig ist, Spiegelung,…. Eigene innere Bilder entstehen.

Die farbigen ‚Flügel’ erscheinen je nach Lichteinfall unterschiedlich: im Gegenlicht sind sie durchsichtig, manchmal bilden sich Interferenzlinien – fällt aber Licht AUF das Gewebe, werden nicht nur die Spektralfarben selbst in ihrer ganzen Intensität sichtbar, sondern auch die Formen des ineinanderlaufenden Aquarells.

Viele dieser Objekte können gemietet oder gekauft werden.

Das textile Material der ‘Flügel’ ist spektralfarbig in großen Bögen ineinander aquarelliert und mittels Digitaldruck doppellagig passgenau für die Segmente gefertigt, die die Speichen aus Edelstahl bilden. Diese Speichen durchdringen die Horizontalachse in jeweils gleichen Abständen auf einer Linie, die sich 1x in ganzer Länge um die horizontale Mittelachse windet. Sie sind an den Aussenseiten der Mittelachse kürzer und haben in der Mitte der Achse ihre längste Länge. Das horizontale Achsrohr selbst ist jeweils an seinen Enden drehbar gelagert.

Windimpuls löst die Bewegung für das Objekt ‘Tänzerin im Wind’ aus, bestimmt die Geschwindigkeit der Rotation, aber auch die Position des am Anker befestigten Pontons und die Wellenbewegung des Wassers, die sich sichtbar auf das objekt überträgt. Bei Flaute spiegelt sich das dann stillstehende Objekt in der Form, die es gerade im Stillstand erhalten hat.

Das Objekt überträgt sich in die Wahrnehmung eigener persönlicher Lebensprozesse, des ICH.

Es überträgt die Bewegung des Windes dort draussen auf dem See ins Hier-Sichtbare.

Fotos der Tänzerin und weiteren Textilen Projekten in der Natur:

Helgoland ‘Nie wieder’

Zum Youtube Video

Grünstadt ‘weithin sichtbar’

Travemünde ‘Windbake’

Nordakademie Elmshorn

Witten “Lichtorgel”

Grevesmühlen DRK Krankenhaus

TEXTILES FARBOBJEKT IN DER KUPPEL des Hambuger Hanseviertels

Jeder Stab

  • ist mit handaquarellierter Seide überzogen,
  • hat eine andere Länge
  • hat eine andere Farbnuance

Alle Stäbe sind einzeln in Ösen eingehängt, die an einen Edelstahlreifen aufgeschraubt wurden. Der Edelstahlreifen hängt mittig unter der Kuppel und wird mit einem fast geräuschlos laufenden Motor impulsiert, um sich unendlich und ganz langsam permanent um die eigene Achse zu drehen.

Mit dieser Lösung gelang es mir, die Raumakustik in dem Saal unter der Glaskuppel deutlich zu verbessern, die Corporate Identity des Konzerns Enso gestalterisch darstellen, die starke Blendwirkung der Kuppelglasscheiben auszugrenzen und der statisch wirkende Raumgeometrie durch die Abschrägung der zylindrischen Objektform dem Organismus wohltuende Spannung geben.