farb-licht-konzerte | Klanglichter

eine Komposition aus Licht und Klang
wirken direkt auf unsere Wahrnehmung
lassen unsere Sinnesorgane Hören und Sehen miteienander verschmelzen
bauen Brücken, um Bild und Ton zu verbinden
komponiert und choreografiert für den Dialog zwischen Klangelementen des Cellos und Facetten
des Lichtphänomens Farbe
Gisela Meyer-Hahn, Farblichtbühne, Pinneberg und Sonny Thet, Cello, Berlin


Die Komposition 'Klanglichter' ist ein lebendiger Dialog aus Weltmusik und Farblichtbühne. Sie verbindet Hören und Sehen und läßt eigene Assoziationen entstehen. Ein Kubus aus zarten Stoffen und Stäben bildet als transparente Skulptur die 'Bühne'. Facetten des Lichtphänomens Farbe -manuell am Mischpult gesteuert- treten in Korrespondenz mit Formen und Flächen, mit Tönen, Klängen und Rhythmen der Musik. Cellospiel und Farblicht treten in eine atemberaubende Interaktion.


Interaktiv haben Sonny Thet und Gisela Meyer-Hahn auf klanglicher (Cello) und visueller (Farblicht im transparenten Kubus) Ebene ein einstündiges Farblichtkonzert erarbeitet. Die Komposition ist ein lebendiger Dialog aus Weltmusik und Farblichtbühne, der Hören und Sehen verbindet und damit Bilder in unserem Unterbewußtsein loslöst. Die Künstler nehmen weit Abstand von digitaler Vorprogrammierung und möchten mit dem Publikum gemeinsam in die Atmosphäre des JETZT, der Gegenwart, eintauchen und damit ein Angebot zum Entstehen eigener innerer Bilder machen. Es gibt keine 'Anleitung', dies Stück wirkt synästhetisch direkt auf unsere Sinne.

Die 'Bühne' ist 3-dimensional, ihre Architektur transparent - sowohl durch die Wahl der Materialien wie auch deren Anwendung. Farbig aquarellierte Seidenstoffe lassen die Vertikale plastisch erscheinen. Die seidenbespannten streng geordneten Stäbe appellieren an die linke -ordnende- Gehirnhälfte. Die Anordnung der Bühnenmaterialien ermöglicht den Wechsel in mindestens 3 räumliche Projektionsebenen mitttels farbigem Licht.

Die Bühnenmaterialien: Linien und Flächen unterschiedlicher Transparenzen und unterschiedlicher Qualitäten textilen Materials (auch mit unterschiedlichen Geometrien der Fadenquerschnitte).

Sonny Thet stammt aus Kambodscha und lebt seit ca.30 Jahren in Deutschand, jetzt in Berlin. Weltweit tritt er als Solocellist und Komponist mit umfangreichem Repertoire seiner 'Weltmusik' auf.

Gisela Meyer-Hahn, Dipl.Designerin, hat ihr Atelier 'farbe-seide-raum' in Pinneberg/Hamburg. Sie befaßt sich mit Räumen, mit der menschlichen Wahrnehmung, mit der Wirkung von Phänomenen wie Licht und Farbe. Die Dimension des Raumes wird durch ihre künstlerische Wandlung neu 'erfahren', erlebt; der Mensch bleibt nicht nur Betrachter, sondern wird einbezogen. G.M.-H. entwirft und realisiert Objekte aus Farbe, Textil und Licht für Räume unseres Lebens. Beide Künstler sind auf internationaler Ebene tätig.

Aus künstlerischer Intuition und wissenschaftlichem Hintergrund ist das Stück 'Klanglichter' ein synästhetischer Beitrag. Mit Schwerpunkt BLAU, der Farberscheinung, mit der sich insbesondere G.M.-H.seit Jahren auseinandersetzt.

Da wir Menschen -mit normalsichtigem Auge- im Bereich des königsblau (Farbe des Himmels) am meisten Nuancierungen von allen Farben erkennen können, nimmt dieser Bereich einen quantitativ umfassenden Teil in unserer Choreografie ein. Die BLAUE Erscheinung - eine profan erscheinende Alltagsbeobachtung- wird zur spannenden Entdeckungsreise. Diese Farbe erweist sich als überraschender Schlüssel zum weltweiten kulturellen Verständnis.

Die Choreografie führt dennoch durch alle Farben. Sie ist auf Polarität aufgebaut. Fläche geht eben nicht ohne Linie, blau nicht ohne orange, weiß nicht ohne schwarz, ...

Flächen und Linien der Bühne, für die G.M.-H. das Licht am Mischpult von Hand steuert, stehen im Dialog mit Klangteppichen und Piccicati des Cellos. Bekanntes wechselt mit Unbekanntem im Sehen und Hören... Kompositionen, die aus intensiven Naturerlebnissen entstehen, wechseln mit freien Kompositionen. Die Aufführungen nehmen Bezug auf die Architektur des Außen- oder Innenraumes der Konzertstätte.

Farblicht und textiles Material der 'Bühne' machen dabei Tranparenzen und Verdichtungen unterschiedlichster Farbnuancierungen möglich. Das textile Material bietet sich subtile als Reflektionsfläche für Licht an- und macht diese haptisch-warm. Es nimmt zudem die Bewegung der Raumluft auf und mache diese Thermik damit sichtbar.

Seit 1998 arbeiten beide Künstler zusammen. Damals war es ein Auftrag der Stiftung Preußischer Kulturbesitz in Berlin an 4 Künstler, anläßlich der Lyonel-Feininger-Ausstellung in der Neuen Nationalgalerie Berlin ein Stück zu entwickeln, das zur Finissage aufgeführt wurde. Daraus entstand die gemeinsame Arbeit, die zur permanenten Weiterentwicklung des Stückes 'Klanglichter' führte.